Wie ein Projekttag an unserer Grundschule die Vape-Masche entzauberte
Bunt, süß, harmlos – so wirken viele Vapes auf den ersten Blick. Die Verpackungen erinnern eher an einen Obstsalat oder Süßigkeitenregal als an ein Suchtprodukt. Genau deshalb hat der Förderverein unserer Grundschule gehandelt – und gemeinsam mit Frau Muck, Sozialarbeiterin und Mutter eines Kindes an unserer Schule, ein wichtiges Präventionsprojekt für die 6. Klassen organisiert.
Für das Projekt konnten sich alle Klassen der Jahrgangsstufe 6 anmelden. Wahrgenommen wurde das Angebot von den Klassen 6a und 6c, die heute an dem Sensibilisierungsworkshop teilnahmen.
Denn viele unserer Schülerinnen und Schüler wechseln nach den Sommerferien auf weiterführende Schulen. Dort begegnen ihnen neue Freundschaften, neue Gruppen – aber eben auch neuer Gruppendruck. Was passiert, wenn plötzlich jemand sagt: „Probier doch mal!“? Wie reagiert man, wenn alle mitmachen?
Mit genau diesen Fragen beschäftigte sich Frau Muck in einem Workshop für Klasse 6 rund um das Thema Vapes.
Besonders spannend wurde es, als echte Vapes, die der Förderverein für das Projekt angeschafft hatte, gemeinsam auseinandergebaut wurden. Schnell wurde klar: Hinter den bunten Farben und fruchtigen Namen steckt weder Obst noch etwas „Cooles“, sondern Technik, Chemie und oft Nikotin. Die Kinder konnten sehen, riechen und verstehen, wie gezielt diese Produkte auf junge Menschen wirken sollen.
Frau Muck sprach dabei nicht nur über gesundheitliche Risiken und rechtliche Fragen („Wann ist vapen erlaubt?“), sondern vor allem über Manipulation durch Geschmack und Werbung. Warum schmeckt etwas nach Wassermelone, wenn es eigentlich ein Suchtprodukt ist? Weshalb wirken die Geräte wie Lifestyle-Produkte statt wie das, was sie sind?
Ein weiterer wichtiger Teil des Projekts waren Rollenspiele. Die Schülerinnen und Schüler übten konkrete Situationen aus dem Alltag:
Wie sage ich „Nein“, ohne ausgelacht zu werden?
Wie bleibe ich bei meiner Entscheidung, wenn andere Druck machen?
Und wie fühlt es sich an, selbstbewusst gegen die Gruppe zu handeln?
Gerade dieser praktische Teil kam bei den Kindern besonders gut an. Viele merkten: Man muss nicht erst in einer schwierigen Situation stehen, um vorbereitet zu sein. Sich vorher Gedanken zu machen, kann entscheidend sein.
Der Förderverein bedankt sich herzlich bei Frau Muck für ihr Engagement, ihre Offenheit und die wichtige Arbeit mit unseren Schülerinnen und Schülern. Bei solchen Aktionen ist der Förderverein darauf angewiesen, dass die Schule erkennt, wie wichtig die Vorbeugung ist – dafür auch ein Danke für den Freiraum an Frau Lusansky (Rektorin). Das Projekt hat gezeigt: Prävention funktioniert dann am besten, wenn sie ehrlich, praktisch und nah am Alltag der Kinder ist.


euer Team vom Förderverein